• Motorola: Innovationen und Massenentlassungen

    Nachdem Google im August des letzten Jahres Motorola Mobility für 12,5 Milliarden US-Dollar erwarb und die Kartellbehörden dies im Mai 2012 bestätigten, herrschte in der Branche auf gewisse Weise Unklarheit. Wie geht es mit dem Smartphone- und Tablet- Hersteller weiter? Diese Frage wird nun nach und nach beantwortet. So wird Google bei Motorola Mobility 20 Prozent der Arbeitsplätze streichen und ein Drittel aller weltweiten Niederlassungen (94) schließen. Über 4000 Stellen allein in den USA sind davon betroffen. Verwunderlich ist dies nicht, schließlich erwirtschaftete Motorola Mobility im 2. Quartal 2012 zwar einen Umsatz von 1,25 Milliarden Dollar, der Verlust betrug trotzdem 233 Millionen Dollar.

    Laut New York Times sind die Zukunftspläne allerdings höchst interessant. So wurde vor einiger Zeit ein kleines Team aus dem Boden gestampft, welches auf den Namen Advanced Technology and Projects hört und von Regina Dugan geleitet wird. Diese war zuvor beim US-Verteidigungsministerium beschäftigt und leitete unter anderem Weltraum- und Forschungsprojekte. Für ihre Gruppe sucht sie derzeit Experten für künstliche Intelligenz und Akustik. Allgemein sei es das Ziel, wirklich innovative Smartphones zu kreieren, angeblich möchte man sich sogar aus dem Markt der Standard-Mobiltelefone zurückziehen. Vermutlich liegt das auch daran, dass allein in den vergangenen 12 Monaten 37 Modelle vorgestellt wurden, die wohl nicht wie erhofft erfolgreich waren. Ferner sei es der Wunsch der Firmenleitung, Technologien zu entwerfen, die Stimmen im Raum erkennen können. Oder Akkus, die mehrere Tage trotz aktiver Nutzung durchhalten.

    Gerüchten zufolge heißt es, dass Google den kommenden Motorola Mobility-Geräten ein spezielles Android-Betriebssystem spendieren könnte, um sich sozusagen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Hier ist von einer Art Super-Android die Rede, egal was man darunter verstehen soll. So oder so darf man gespannt sein, was Google mit Motorola Mobility vorhat, auch wenn die Kürzungen sicher keine schöne Angelegenheit ist.

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